4.000 km: Details & Infos

Liebe Ford Tourneo Courier (JU2)- Freunde, Interessenten oder Besitzer, es ist wieder soweit: Dieses Mal wird es mal wieder ein längerer und ausführlicherer Bericht. Aber zuerst einmal Dankeschön an die vielen persönlichen Nachrichten, Kommentare und/oder Anmerkungen- ich freue mich wenn ich mit diesem Blog informieren, begeistern und/oder unterstützen kann…

Wie schon angemerkt gab es viele Anfragen zu gewissen Details der Klimatisierung, Lüftung, des Displays, Licht, des Regensensors etc… genau hierrüber dreht sich dieser Beitrag. Ich habe wie gewünscht viele Bilder und Nahaufnahmen gemacht und mich auch auf einige Kleinigkeiten konzentriert, die einem nach einer Weile im Fahrzeug auffallen. Genau diese Kleinigkeiten sind es aber, die einem langfristig Freude am Auto bereiten oder die einem nach einer Weile als nervigen „Kompromiss“ im Magen liegen.

Das Menü:
Im Fahrzeug-Menü (siehe Bild Menü) kann man einige Funktionen aktivieren oder deaktivieren, auch den Regensensor kann man hier generell ausschalten oder aktiviert lassen. Des Weiteren finden man hier die Berganfahrhilfe, die Traktionskontrolle, Blinker, das Reifendruck-Kontrollsystem usw… kann man mit dem Steuerkreuz wunderbar easy bedienen.

Ich persönlich deaktivierte den Anfahrassistent- mich nervt dieses „zubeißen“ der Bremse und plötzliche, ruckartige loslassen, wenn ich am Berg anfahre. Ich mache das ganz klassisch mit Gefühl im Fuß… 😛
Die Funktion ist aber definitiv für z. B. Fahranfänger oder „Wenig-Fahrer“ von Vorteil.

Der Regensensor:
Ich gebe es zu- anfänglich war ich skeptisch, aufgrund meiner Erfahrungen in den letzten Jahren. Bei meinem Mondeo V6 funktionierte der Sensor bzw der Intervall irgendwie nie wie er sollte- mal wischt er zu schnell, mal zu langsam, und manchmal fuchteln plötzlich die Scheibenwischer auf der Frontscheibe rum das man meint jetzt ist alles zu spät…. ergo: Meistens mit der Hand getippt und einen einzelnen Wischintervall ausgelöst oder im Dauerbetrieb auf Stufe 1 laufen lassen.
Auch beim Fiesta meiner Frau und beim BMW vom Nachbarn ist die Wischfunktion über den Regensensor eher bescheiden. Ist irgendwie nie so, wie man es gerne hätte.

Jedoch wurde das hier beim Tourneo (und ich vermute mal generell bei den neuen Modellen) endlich recht schlau gelöst. Ich kann nun den Regensensor generell aktivieren oder deaktivieren und trotzdem noch Einfluss auf den Wischintervall nehmen.

Bei aktiviertem Regensensor im Fahrzeug-Menü steuere ich mit dem Drehrädchen am Wischerhebel die Empfindlichkeit des Sensors, kann also jederzeit und je nach Fahrbedingung selber drauf einwirken und den Wischintervall verkürzen oder verlängern.

Bei deaktiviertem Regensensor im Menü steuere ich mit dem Drehrädchen die reine Intervallzeit der Wischer.

Ich kann also jederzeit entscheiden: Mag ich lieber ganz klassisch einen einstellbaren Intervallmodus und die Wischer starten nach z.B. 3 oder 5 oder x Sekunden, oder verwende ich den Regensensor, dessen Empfindlichkeit ich noch dazu beeinflussen kann. Funktioniert beides einwandfrei, denn je nach Wetterbedingung (leichter Schnee, Graupel, oder Autobahnfahrt mit aufspritzender Gischt vom Vordermann aber ohne Regen usw) benötigt man einfach andere Wischintervalle.
Wurde gut gelöst und funktioniert einwandfrei, dies konnte ich auf unserer Fahrt von Süddeutschland nach Sylt ausgiebig testen- hier hatten wir nahezu alle Wetterbedingungen.

Die Anzeige:
Ist meiner Meinung nach gut abzulesen, auch werden die Einstellungen der Klimaanlage, des Gebläses, die Temperatureinstellungen oder Düsen immer für einige Sekunden eingeblendet (siehe Bilder), wenn man etwas einstellt. Man muss somit nicht mit dem Kopf nach unten schauen, während man fährt und rumfummelt, sondern kann oben auf der Anzeige die Einstellung gut ablesen…

Die Klimaautomatik / Temperaturregelung:
Auch hier war ich zugegebener Maßen etwas skeptisch, wie die Automatik regelt. Habe es in der Vergangenheit in diversen Fahrzeugen auch erlebt, das die Temperatur fühlbar schwankt und die Anlage immer mal wieder hoch- und runter regelt.
Wurde aber wohl auch mittlerweile gut gelöst, die Anlage regelt bis jetzt sehr gut. Sie regelt nicht nervös und ständig dumm rum, sondern kaum spürbar.

Das Gebläse:
Darauf war ich gespannt, denn mich nervte es als in der Vergangenheit (als Vielfahrer) ein bisschen, wenn ich auf kleinster Lüfterstufe schon das Geräusch der Anlage/Lüftung deutlich höre.
Hier gibt es nun 7 Gebläsestufen. Stufe 1 ist nahezu geräuschlos, Stufe 2 hört man minimal… ab dann gibt’s eben die typischen Lüfter- und Luftgeräusche. Gut gemacht und kann man gut einstellen. Man hat auf Stufe 1 oder 2 kein aufdringliches Lüftergeräusch, und trotzdem kommt gut temperierte Frischluft rein.

Die Umluftfunktion ist ebenfalls gut und vor allem „dicht“… gerade wenn man in längere Tunnels reinfährt und nicht den Mief im Auto haben möchte.

Die Luftverteilung:
Der Klassiker wie überall: Oben (Scheibe), Mitte und unten (Füße). Ich verwende fast ausschließlich die Düsen oben und unten. Bei den oberen Düsen werden auch die seitlichen Fensterscheiben im Tourneo gut angeblasen. Man benötigt also nicht die mittleren, äußeren Düsen und stellt diese dann an die Seitenfenster.

Die „Standard-Auslassöffnungen“, die bei den oberen Düsen für die Seitenscheiben mit dabei sind, sind sehr gut eingestellt und dimensioniert.

Die Sitzheizung:
Wird schnell warm, so dass ich bereits nach kurzer Zeit von Stufe 3 auf 1 runterschalte. Dann hat man einen angenehm warmen Sitz… an kalten Tagen eine feine Sache.
Zu beachten wird sein- wie üblich bei solchen Sitzen- das man nicht gerade mit dem Knie oder Ellenbogen tief in den Sitz drückt… z. B. beim Autoputzen oder rumwerkeln im Auto. Ansonsten werden die Heizdrähte in den Sitzen Schaden nehmen, ist mir nämlich schon passiert… 🙁

Der Tempomat / rechte Lenkradtasten:
Die mittlere Anzeige zwischen den beiden Analoginstrumenten im Cockpit mit dem Kilometerstand, oder Verbrauch usw ist ja relativ klein gehalten, trotzdem gibt es eine extra Zeile in der die eingestellte Geschwindigkeit permanent angezeigt wird, siehe Bild. Sehr gut.
Somit sieht man die eingestellte Geschwindigkeit, kann diese auch mit den Tasten am Lenkrad in km/h-Schritten nach oben oder unten während der Fahrt verändern.

Somit hat man permanent die Tempomat-Geschwindigkeit, einen ausgewählten Wert (Verbrauch, Außentemperatur, Kilometer, Trip, usw) und die Motortemperatur in der Anzeige im Blick.

Die Lautstärke / linke Lenkradtasten:
An den rechten Tasten wird ausschließlich der Tempomat und das Tempolimit bedient. An der linken Seite gibt schon mehr Funktionen. Audio laut/leise, Telefonat laut/leise, Sender vor/zurück, Sprachwahl. Klappt alles gut mit etwas Übung.

Der Lichtschalter / Kombischalter:
Ist leicht zu drehen. Und in der Mitte ist der Druckknopf für die Schweinwerfer-Höheneinstellung.
In Stellung „0“ leuchtet nur das Tagfahrlicht, also die zwei separaten Birnen im Frontscheinwerfer. Eine Stellung nach rechts drehend hat man das Standlicht aktiv- die Tagfahrlicht-Birnen werden gedimmt und leuchten nur noch schwach, die Rücklichter und Nummernschildbeleuchtung ist an, auch die Instrumentenbeleuchtung ist aktiv.

Hier im Hinterkopf behalten: Das „Tagfahrlicht“ und die „Standlichtbirnen“ sind also ein und dasselbe Leuchtmittel.

Wieder eine Stufe weiterdrehend schaltet man zusätzlich das Abblendlicht ein.
Und mit noch einer Drehung nach rechts steht man dann auf einer Birne mit dem „A“, also im Automatikmodus. Diesen nutze ich eigentlich kaum, da mir dieses an- und ausgeschalte wenn ich unter einer Brücke durchfahre auf den Keks geht… dieser Modus ist ziemlich empfindlich.

Sobald es mal eine Sekunde dunkler wird geht alles an, und das möchte ich nicht. Ich gehöre eher zu den Autofahrern, die bei Dämmerung, Nebel, Regen und Dunkelheit eh das Licht anschalten.
Einige Verkehrsteilnehmer verlernen ja durch diese Automatikgeschichte heutzutage geradezu, an das Licht zu denken… *räusper* wie oft sehe ich bei Nebel oder Regen Autos, die nur mit dem grellen Tagfahrlicht- meist LEDs- unterwegs sind, anstatt mit dem Abblendlicht und aktivierter Fahrzeugbeleuchtung… 🙁

Weiter mit dem Licht: Links vom Schalter befinden sich die Taster für das Nebelleuchte und die Nebelscheinwerfer, rechts die Steuerung für die Beleuchtung der Instrumente.

Auf maximal heller Stufe eingestellt ist das ordentlich hell, fast schon „grell“… der Tacho strahlt einen an, die Radio- und Gebläsetasten glühen hell erleuchtet… 🙂 …also ich habs fast auf minimum, und selbst da sind alle innebeleuchteten Tasten und Anzeigen gut hell.

Soviel zu einigen Detaisl im Innenraum, ich hoffe ich konnte mit meinen Bildern und dem Text euch wieder ein Stück weiter helfen und informieren 😉

Viele Grüße, Manu